Person mit gelber Jacke blickt aus Zugfenster auf herbstliche Berglandschaft mit See.

Anamorphic Cinematic Look

Making-Of: Der Imagefilm für Traktionssysteme Austria

Wie wir den Hidden Champion aus Österreich filmisch sichtbar gemacht haben

Ein Hidden Champion als kreative Ausgangsidee
Schon in den ersten Gesprächen mit Traktionssysteme Austria war klar, dass wir keinen klassischen Industriefilm produzieren wollten. Natürlich sind die Elektromotoren beeindruckend – technisch präzise, kraftvoll und weltweit im Einsatz. Doch hinter dieser Technologie stehen Menschen: Ingenieurinnen, Entwickler, Technikerinnen und Produktionsmitarbeiter, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass Züge zuverlässig durch Städte, Länder und Kontinente fahren.

Die kreative Idee für den Film entstand genau aus diesem Gedanken. Zu Beginn bleiben die Gesichter der Mitarbeiter bewusst verborgen. Sie werden von Gegenständen aus ihrem Arbeitsumfeld verdeckt – von Werkzeugen, Bauteilen, Maschinen oder anderen Elementen aus der Produktion.
Man sieht ihre Bewegungen, ihre Konzentration und ihre Arbeit, doch ihre Identität bleibt zunächst im Hintergrund.

Diese Bildsprache greift die Realität eines Hidden Champions auf: Menschen, die weltweit Großartiges leisten, ohne im Rampenlicht zu stehen.

Im Verlauf des Films verändert sich diese Perspektive langsam. Die Barrieren verschwinden Schritt für Schritt. Gegenstände treten aus dem Bild, Blickachsen öffnen sich und nach und nach werden die Gesichter sichtbar. Am Ende stehen die Mitarbeiter von TSA selbstbewusst vor der Kamera – ohne etwas, das sie verdeckt. Eine visuelle Metapher dafür, dass sie keinen Grund haben, sich zu verstecken.
Zwei Männer bedienen eine Filmkamera während eines Drehs in einem Studio mit Beleuchtungsausrüstung.
Person steht in einer Werkstatt vor großen hängenden Industriewalzen, während zwei Kameraleute mit großem Filmkamera-Equipment filmen.
Professionelle Filmkamera auf einem Dolly mit zwei Monitoren in einem Industrieumfeld, fokussiert auf ein hängendes Objekt.
Anamorphe Aufnahme einer Person die in die Kamera lächelt
Zwei Drehtage mitten in der Welt der Elektromotoren
Gedreht wurde der Imagefilm an zwei intensiven Drehtagen direkt bei Traktionssysteme Austria vor Ort – sowohl in den Büros als auch in den Produktionshallen des Unternehmens. Für uns als Filmproduktion aus Wien sind solche realen Drehorte immer besonders spannend, weil genau dort die authentischsten Bilder entstehen.

Gleichzeitig bringt eine Produktionsumgebung natürlich auch ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Maschinen laufen, Bauteile werden bewegt, Mitarbeiter arbeiten konzentriert an ihren Aufgaben. Unsere Aufgabe war es, mitten in dieser komplexen Umgebung klare und ruhige Bilder zu finden, die sowohl die Präzision der Arbeit als auch die Atmosphäre des Unternehmens transportieren.

Unser Team bestand während der Produktion aus fünf Personen – eine bewusst kompakte Crew, die es uns ermöglicht hat, flexibel zu arbeiten und schnell auf Situationen vor Ort zu reagieren. Gerade bei Drehs in laufenden Produktionsbetrieben ist diese Flexibilität entscheidend, um den Betrieb möglichst wenig zu stören und gleichzeitig starke visuelle Momente einzufangen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Films: Vor der Kamera standen ausschließlich echte Mitarbeiter von Traktionssysteme Austria. Keine Schauspieler, keine inszenierten Rollen. Genau das macht solche Produktionen besonders authentisch. Sobald Menschen merken, dass sie nicht „spielen“ müssen, sondern einfach ihre Arbeit zeigen dürfen, entstehen die ehrlichsten Bilder.
Eine Frau streckt ihren Kopf aus einem Fenster eines fahrenden Waggons.Silhouetten eines Paares, das sich in einem Bus mit roter Beleuchtung nahekommt.Team von Fabrikarbeitern steht in einer Produktionshalle mit verschränkten Armen vor Maschinen.Person von hinten hält zwei lange, leuchtende Stäbe vor einem futuristisch aussehenden Gerät mit roten und blauen Lichtern.Mann in dunkler Jacke hält ein Gerät in der Hand, sein Gesicht wird von einer großen Maschinenkomponente verdeckt.Eine Person beim Schweißen.
Der cineastische Look: Anamorphotische Objektive und Light-Streaks
Visuell wollten wir den Film bewusst sehr cineastisch umsetzen. Gedreht wurde mit anamorphotischen Objektiven, die dem Bild einen besonders filmischen Charakter verleihen. Diese speziellen Linsen erzeugen nicht nur ein breiteres Bildformat, sondern auch die typischen horizontalen Light-Streaks, wenn Lichtquellen ins Bild kommen.

Gerade in einer industriellen Umgebung mit vielen Metalloberflächen, Reflexionen und starken Kontrasten entsteht dadurch eine ganz besondere Bildästhetik. Produktionshallen, Maschinen und Werkstücke wirken dadurch fast wie die Kulisse eines Kinofilms.

Das Ergebnis ist ein Imagefilm, der nicht nur Technologie zeigt, sondern vor allem die Menschen dahinter sichtbar macht. Ein Film über Präzision, Leidenschaft für Technik und die stille Stärke eines Unternehmens, das weltweit Maßstäbe setzt.

Oder anders gesagt: Ein Film über Menschen, die Motoren bauen, die Züge antreiben – und damit jeden Tag ein kleines Stück Welt bewegen.
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Person mit grauen Haaren von hinten, der zwei weiße Stangen in einem futuristischen, rot-blau beleuchteten Raum hält.
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